Insektenfreundliche Pflanzen

Insektenfreundliche Pflanzen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Diese Pflanzen tragen dazu bei, das Ökosystem im Garten oder auf dem Balkon zu stärken und die Vielfalt der Insekten zu fördern. Im Folgenden werden einige wichtige Aspekte beleuchtet, die bei der Wahl insektenfreundlicher Pflanzen berücksichtigt werden sollten.Zunächst einmal sollten Pflanzen ausgewählt werden, die Nektar und Pollen produzieren. Hierzu gehören beispielsweise Krokusse, Astern, Lavendel oder Sonnenblumen. Auch Kräuter wie Thymian, Rosmarin oder Salbei sind insektenfreundlich und eignen sich zudem auch noch zum Würzen von Speisen.Darüber hinaus sollten die Pflanzen auch den Bedürfnissen der Insekten entsprechen. Viele Insekten legen ihre Eier auf oder in Pflanzen ab. Hierzu eignen sich beispielsweise Brennnesseln, Schmetterlingsflieder oder der gemeine Holunder. Auch das Bereitstellen von Nistplätzen, wie beispielsweise Totholz oder Insektenhotels, fördert das Vorkommen von Insekten im Garten.Insektenfreundliche Pflanzen tragen auch zur Bekämpfung von Schädlingen bei. Durch die Ansiedlung von Insekten, die sich von Schädlingen ernähren, kann auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet werden.Nicht zuletzt sollten auch regionale Aspekte bei der Wahl der Pflanzen berücksichtigt werden. Denn nicht alle Pflanzen sind in jeder Region gleichermaßen geeignet. So sollte man sich zum Beispiel über die bevorzugten Nahrungspflanzen von Schmetterlingen in der eigenen Region informieren.Insgesamt bieten insektenfreundliche Pflanzen viele Vorteile. Sie fördern die Biodiversität, tragen zur Bekämpfung von Schädlingen bei und erfreuen uns mit ihrer Schönheit. Wer seinen Garten oder Balkon insektenfreundlich gestaltet, tut damit nicht nur den Insekten, sondern auch sich selbst etwas Gutes.

Sie wollen Insekten anlocken? Hier finden Sie einige Pflanzen, die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge mögen:

Balkon:

  • Goldlack
  • Kapuzinerkresse
  • Verbene
  • Männertreu
  • Wandelröschen
  • Löwenmäulchen

Blumenbeet:

  • Sonnenblumen
  • Margeriten
  • Katzenminze
  • Löwenzahn
  • Glockenblume
  • Schafgarbe
  • Akelei
  • Lavendel
  • Lupine
  • Wilde Malve
  • Astern
  • ungefüllte Dahliensorten
  • Färberkamille
  • Rundblättrige Glockenblume
  • Wiesenflockenblume
  • Wegwarte
  • Gelbes Sonnenröschen
  • Kleines Habichtskraut
  • Gewöhnlicher Hornklee

Gemüsebeet:

Gewürzkräuter:

  • Lavendel,
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Pfefferminze
  • Borretsch
  • Basilikum
  • Bergbohnenkraut
  • Bergminze
  • Minze
  • Oregano,
  • Salbei
  • Zitronenmelisse
  • Thymian

Wildblumen für Hummeln

  • Frühlingsadonis
  • Kornrade
  • Gemeine Akelei
  • Ackerrittersporn
  • Karthäusernelke
  • Winterling
  • Pechnelke
  • Wilde Malve
  • Wiesensalbei
  • Große Fetthenne

Wildblumen für Schmetterlinge

  • Wundklee
  • Skabiosenflockenblume
  • Bunte Kronwicke
  • Wilde Möhre
  • Natternhopf
  • Zypressenwolfsmilch
  • Wiesenwitwenblume
  • Moschusmalve
  • Wilder Majoran
  • Taubenskabiose

Insektenfreundliche Pflanzen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Diese Pflanzen tragen dazu bei, das Ökosystem im Garten oder auf dem Balkon zu stärken und die Vielfalt der Insekten zu fördern. Im Folgenden werden einige wichtige Aspekte beleuchtet, die bei der Wahl insektenfreundlicher Pflanzen berücksichtigt werden sollten.Zunächst einmal sollten Pflanzen ausgewählt werden, die Nektar und Pollen produzieren.…

Insektenfreundliche Pflanzen

Bezugsquellen Saatgut

Bezugsquellen für biologisches und samenfestes Saatgut:

Das Familienunternehmen in Emmendingen bietet seit über 50 Jahren eine breite Auswahl an Bio Gemüse, Bio Kräutern, Bio Blumen, Bio Obst und Bio Jungpflanzen. Produkte und Pflanzen kommen überwiegend aus eigenem Bio-Anbau.

Im Samengarten in Eichstetten können Besucher mehr als 200 Sorten sowohl bekannter als auch seltener und beinahe vergessener Kulturpflanzen besichtigen. Die über 5000 qm große Anlage ist frei zugänglich und kann ganzjährig besucht werden. Von Juni bis Oktober finden an einem Sonntag im Monat öffentliche Führungen zu unterschiedlichen Themen statt. Darüber hinaus werden Samenbauseminare, Gruppenführungen und Unterricht für Schulklassen und Kindergartengruppen angeboten. Nähere Informationen gibt es hier.

Bei „Dreschflegel“ arbeiten Menschen zusammen, die biologische Saatgutvermehrung und -züchtung betreiben, um alte Gemüsesorten und verschiedene Kulturpflanzen zu erhalten. Dreschflegel steht für Biologisches Saatgut aus langjähriger Sortenentwicklung und nachbaufähiges Gemüse, Kräuter, Blumen, Alte Kulturpflanzen…

Weitere Adressen:

Tipps für eine gelingende Aussaat

Allgemeine Hinweise

Die Aussaat von nachhaltigem Saatgut wie Grünpflanzen, Gemüse, Gewürzen und Kräutern kann auf ähnliche Weise wie die Aussaat anderer Arten von Saatgut erfolgen. Hier sind einige allgemeine Schritte, die du befolgen solltest:

Schritt 1: Wähle den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat aus. Je nach Pflanzenart gibt es den optimalen Zeitpunkt für die Aussaat von Samen. Du solltest dich über den idealen Zeitpunkt für die jeweilige Pflanzenart informieren, um sicherzustellen, dass sie unter den besten Bedingungen wachsen kann.

Schritt 2: Wähle den geeigneten Standort aus. Es ist wichtig, einen Standort zu wählen, an dem die Pflanzen genügend Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffe erhalten. Achte auch darauf, dass der Boden gut drainiert ist und dass sich keine Staunässe bildet.

Schritt 3: Bereite den Boden vor. Bereite den Boden vor, indem du ihn auflockerst und mit organischem Dünger oder Kompost anreichst. Das verbessert die Bodenqualität und sorgt für eine bessere Nährstoffversorgung der Pflanzen.

Schritt 4: Säe die Samen aus. Streue die Samen gleichmäßig aus und bedecke sie leicht mit Erde oder Kompost. Beachte dabei die Informationen zum Saatgut, um sicherzustellen, dass du die Samen in der richtigen Tiefe und Abstand aussäst.

Schritt 5: Halte den Boden feucht. Halte den Boden während der Keimung und des Wachstums der Pflanzen feucht, indem du regelmäßig gießt. Vermeide, den Boden zu überschwemmen, da dies das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen kann.

Schritt 6: Pflege die Pflanzen. Achte darauf, dass die Pflanzen genügend Platz haben, um zu wachsen. Entferne Unkraut und andere Pflanzen, die in der Nähe wachsen und Platz und Nährstoffe beanspruchen. Dünge die Pflanzen regelmäßig und schütze sie vor Schädlingen und Krankheiten.

Antworten auf Fragen

Die Samen keimen nicht
Möglicherweise ist die Temperatur zu niedrig. Besonders Chillis, aber auch viele Gemüsesorten brauchen ausreichend Wärme als Keimantrieb. Alles was sich unter der Keimtemperatur befindet kann nicht keimen. Ein anderer Grund kann das Faulen der Samen unterhalb der Erde sein. Das Problem ist meistens zu nasse Erde. Die Erde hat die optimale Feuchtigkeit, wenn sich kein Wasser herauspressen lässt.

Die Keimlinge Knicken um und sterben ab
Auslöser ist meist eine Pilzinfektion, die Umfallkrankheit oder auch „Schwarzbeinigkeit“ genannt, die durch zu nasse Erde hervorgerufen wird. Vorbeugend hilft hier gesunde keimfreie Erde, die nicht zu nass und nicht übermäßig warm gehalten wird.

Im Gartenbeet gesäte Keimlinge sind verschwunden
In der Regel sind Schnecken die Verursacher. Eine ausgewogene Mischkultur ist in der Regel hilfreich. Das „Durcheinandersäen“ verschiedener Arten und nicht in ordentlichen Reihen kann sehr häufig einen Totalausfall verhindern. Mulchen in sehr schneckengefährdeten Flächen ist meist ungünstig, da die Mulchschicht Schnecken
anlocken kann. Die bessere Abwehr ist ein Schneckenzaun oder schneckenfressende Haustiere wie z.B. indische Laufenten.

Die vorgezogenen Sämlinge wachsen nach dem Auspflanzen im Garten nicht weiter
Neben einem ungeeigneten Standort und Boden, kann auch Überständigkeit ein Grund sein. Das bedeutet, wenn die Jungpflanzen zu lange in zu kleinen Töpfen bleiben, wird ihr weiteres Wachstum verhindert und sie erholen sich teilweise nicht mehr davon.
Ute Haarer-Jenne

Hitze macht Pflanzen zu schaffen.

Es gibt Pflanzen, denen macht die Hitze nicht so viel aus. Sie sind resistenter gegen hohe Termperaturen, wie sie auch in unseren Breiten zunehmend vorkommen. Hier eine Auswahl:

Sanddorn

Die Früchte des Sanddorns (Hippophae rhamnoides) sind gesund und lassen sich fabelhaft zu leckerer Marmelade verarbeiten. Er kommt recht gut mit Hitze zurecht und eignet sich daher für eine Anpflanzung im immer wärmeren Klima.

Wer Früchte ernten möchte, muss eine weibliche und eine männliche Sorte oder direkt eine speziell gezüchtete, selbstfruchtende Sorte anpflanzen, da Sanddorn zweihäusig ist. Doch auch als reiner Zierstrauch ist Sanddorn eine Augenweide. Sanddorn liebt durchlässige, lockere, sandige Böden und einen sonnigen Standort.

Ginster

Ginster (Genista) kommt ursprünglich aus dem Vorderen Orient. Er zählt zu den Sträuchern, die Hitze und Trockenheit gut vertragen und mit kargen Böden zurechtkommen. Auch wenn seine gelben Blüten verlockend erscheinen, ist Vorsicht geboten: Ginster ist für Mensch und Tier giftig.  Neben Ginster kommen auch andere Hülsenfrüchtler der gleichen Pflanzenfamilie wie Cytisus (auch Geißklee) und Ulex (Stechginster)sehr gut mit Hitze und Trockenheit zurecht.

Olivenbaum

Olivenbäume (Olea europaea) sind äußerst hitze- und trockenresistent. Die immergrüne Pflanze kennt man aus Urlauben in Griechenland, Italien oder anderen südlichen Mittelmeerländern, wo man große Olivenhaine findet. Olivenbäume wachsen sehr langsam, blühen erst nach 7-8 Jahren. Erst nach der Blüte tragen sie Früchte. Dann haben sie eine Höhe von etwa 2 m erreicht. Will man seine eigenen Oliven ernten, muss man also Geduld haben. Außerdem sollte man dann entweder eine selbstfruchtende Sorte auswählen, oder zwei Bäume anbauen. Denn als zweihäusige Pflanzenart gibt es rein männliche und rein weibliche Olivenbäume.

Trompetenbaum

Nicht nur wegen seines Namens ist der Trompetenbaums (Catalpa bignonioides) ein ungewöhnliches Gewächs. Seine herzförmigen Blätter, die zahlreichen glockenförmigen Blüten und die bis zu 35 cm langen, bohnenartigen Früchte fallen in jedem Garten auf. Auch für Insekten ist der Trompetenbaum attraktiv, sie werden von seinen Blüten angelockt.

Der Trompetenbaum wächst am besten auf frischen nährstoffreichen Böden, verträgt aber auch Trockenheit und Hitze, selbst auf weniger optimalen Böden. Frisch gepflanzt ist der Trompetenbaum die ersten fünf Jahre frostanfällig und muss deshalb gegen Kälte geschützt werden.

Geranie

Geranien (Pelargonium) heißen eigentlich Pelargonien. Trotzdem sind sie als Geranien bekannt und auf vielen Balkonen zu finden. Die Pelargonienarten kamen ursprünglich aus Südafrika und bevorzugen sonnige und warme Standorte für ein gutes Wachstum und eine reiche Blütenbildung.

Petunie

Petunien (Petunia) sind gute Kübelpflanzen für sonnige Balkone. Petunien können aufrecht oder hängend wachsen, je nach Art. Bei auseichender Bewässerung und guter Erde gedeihen sie auch bei hohen Temperaturen. Wenn man möchte, können Petunien mit etwas Aufwand auch an einem kühlen Ort im Haus überwintert werden.

Artischocken

Traditionell wachsen Artischocken (Cynara cardunculus var. scolymus) in Ländern um das Mittelmeer.  Von dort sind sie große Hitze gewöhnt und können auch höhere Temperarturen aushalten. Auch wenn Artischocken Hitze gut vertragen, sind sie gegen Trockenheit allergisch. Deshalb müssen sie regelmäßig und ausreichen gegossen werden. Nach der Ernte der leckeren Blütenstände können Artischocken im Boden bleiben, denn sie sind mehrjährig und wachsen auch in den kommenden Jahren wieder. Vorausgesetzt, man bringt sie gut über den Winter. Denn Kälte vertragen sie nicht gut.

Viele fleißige Hände …

Die Unterstützung begeistert! Viele fleißige Hände kommen dienstags in die Stadtbibliothek in Emmendingen und bereiten tausende von Samentütchen für die kostenlose Verteilung im Saatgutregal in der Stadtbibliothek in Emmendingen vor. Samen zählen, in Samentütchen verteilen, Etiketten kleben, … die Arbeit geht nicht aus. Und alles muss fertig werden, denn zur Aussaatzeit sollen die Samentütchen bereit stehen. Doch Stress kommt nicht auf. „Die Stimmung ist fantastisch“, sagt Maria Steinmetz-Hesselbach, die Protagonistin des „Stadtpflänzchen-Projekts“. Zusammen mit Ute Harrer-Jenne und Mona Speth ist sie die Expertin des Stadtpflänzchen Projekts für nachhaltiges und regionales Saatgut.